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jenatschhütte, 2651m

es sollten vermutlich die letzten zwei heissen sommertage, bis 30 grad, in diesem jahr werden. das waren perfekte bedingungen für eine zwei tagestour. ich starte früh in sur, das ich bereits von einer wanderung kannte. ich stieg richtung alp flix (tigias) auf. beim weiler traf ich zwei jäger, die von der pirsch kamen, aber nichts geschossen hatten. aktuell dürfen hirsche, rehe, murmeltiere und gämsen geschossen werden, ab 1.10. dann der steinbock. die wiesen und berge leuchteten in der sonne und ich genoss den herbsttag. es ging über wiesen bis knapp unter dem fuorcla digl leget (2715m). da sah ich auch die ersten murmeltiere und die ersten wanderer. auf dem pass war der see ausgetrocknet und die steinwüste wirkte noch etwas unwirklicher. ich unternahm noch einen abstecher zum felsentor und legte dort die mittagspause ein. das panorama war gewaltig, von der berninagruppe bis ins bergell zeigten sich die berge und gletscher. es folgte ein kurzer abstieg bevor der aufstieg zum fuorcla d'agnel (2982m) startete. bis zum joch war der weg perfekt angelegt und in einem sehr guten zustand. am joch wehte der föhn, trotz der höhe war das wanderhemd ausreichend. das türkise seelein zog mich magisch an und fast wäre ich noch eine runde geschwommen, aber es war mir am schluss doch zu frisch. die jenatschhütte war dann schnell erreicht. nur 12 wanderer sollten auf der hütte übernachten.  am abend zeigte sich dann noch ein rudel steinböcke. die hüttenwarte der jenatschhütte wurden vor einigen jahren in den srf hüttengeschichten porträtiert.

am nächsten morgen hing nebel im tal, dennoch bin ich schon um 8 uhr gestartet. eigentlich wollte ich nach spinas und mit dem zug retour, aber ich folgte dem tipp von zwei wandererinnen, zum albulapass zu gehen. ich wäre sonst auch zu früh beim bahnhof gewesen. so bin ich nach 2 stunden abstieg auf den bekannten weg zum fuorcla crap alv (2466m) aufgestiegen, wie fast genau vor 7 jahren. die sicht richtung engadin war leider nicht mehr so gut und ein kalter wind blies. ich stieg bis zu den seelein ab und rastete dort. danach ging es auf einem alten weg bis zum albulapass, wo ich im hospiz mir cafe und kuchen genehmigte. der bus alpin brachte mich dann bis zum bahnhof preda.

eine sehr schöne herbstwanderung, mit einer tollen hütte. die ersten lärchen haben mit der verfärbung ihrer nadeln begonnen.