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alvier, 2343m

morgens um 7 uhr bin ich mit dem zug richtung sargans gefahren, die wolken hingen tief und ich war mir nicht mehr ganz so sicher, ob ich die tour trotzdem machen sollte - könnte. die webcam von der seilbahn palfries zeigte tiefen nebel. im bus zur seilbahn waren zwei wanderer, die ebenfalls auf den alvier wollten und so stand die entscheidung fest, ich probiere es, umdrehen kann ich immer.

die karte für die seilbahnfahrt hatte ich schon reserviert, weil nach 9 uhr sämtliche fahrten schon ausgebucht waren. kurz vor 9 uhr war ich dann auf der ebene palfries. keine aussicht und es war frisch. die ersten minuten vom weg kannte ich bereits, von der tour tscherlach - palfries. ab der kreuzung zum alvier ging es steil aufwärts. der weg immer schön, über trockene felsbänder, teilweise mit kurzen ketten gesichert bis zum kamin mit der holz- und stahlleiter. vom sattel noch einmal ein steiler aufstieg am grat, mit seilstellen. gegen 10.30 uhr war ich auf dem gipfel, unter anderem mit einem paragleiter, der auf ein nebelfenster wartete. das sollte sich aber nicht so schnell öffnen. ursprünglich plante ich, richtung osten und dem chli alvier weiterzugehen, aber aufgrund des nebels und der schneefelder, habe ich mich entschieden auf dem vorhandenen und markierten weg zu bleiben. meine zwei begleiter aus dem bus haben den weg genommen, sich aber im nebel kurz verirrt und sind dann über ein steiles schneefeld abgestiegen. beim abstieg vom gipfel sind zwei schneehühner davon geflogen. selbst auf 2000m liegt noch viel restschnee und ich überquerte einige schneefelder, alle zum glück weich und gut begehbar. unterhalb der alp untersäss legte ich meine mittagsrast ein, bevor es steil über einen wiesenhang zur alp obersäss geht. dazwischen bin ich zum ersten mal ausserhalb des nebels und ich sehe ins rheintal nach buchs. kurz nach der alp obersäss begleitet mich der nebel wieder. ein tolles karstfeld mit vielen schneefeldern bereitet sich aus. das habe ich nicht erwartet und bei guter sicht, ist es sicher toll auf direktem weg zwischen den gipfel zu gehen. beim sisizgrat entscheide ich mich gegen den aufstieg zum margelchopf, da dieser weiterhin im nebel liegt. ab dem pass lasse ich den nebel hinter mir und steige zur alp isisz ab. ein murmeltier will mit dem pfeifen gar nicht mehr aufhören. ab der alp unter länggli verläuft der bergweg (!) im wald, der teilweise steil und rutschig ist. vom kurhaus voralp wird der voralpsee beschallt mit den klassischen schlagerliedern. wo bin ich da gelandet? ich komme direkt beim voralpsee an und geniesse den tollen blick zum see. die wanderung endet beim kurhaus, dort liegt die bushaltestelle.

eine bergwanderung (T3) mit viel nebel und schneefeldern kann eine herausforderung sein, insbesondere wenn es durch ein karstgebiet mit dolinen geht. grösste überraschung war das grosse karstfeld, das mich an das dachsteinmassiv erinnert hat.