san salvatore
das tessin hat schon seine vorteile, während im norden des landes der winter wieder einzieht, hat es in der sonnenstube noch angenehme 17 grad.
vom bahnhof paradiso geht es am anfang noch kurz entlang der standseilbahn. dann zweigt der breite weg in den wald ab. teilweise sind sogar stufen einbetoniert, ein kurzweilige etappe bis zum aussichtspunkt belvedere. die gipfel sind alle noch im schnee und ich schätze die schneegrenze auf irgendetwas zwischen 1300 und 1500m. vom gipfel san salvatore hat man ein tolles panorama, leider ist es schon diesig. die temperatur ist angenehm und ich ziehe weiter bis nach ciona. beim kirchlein verbringe ich meine mittagspause. genuss pur! es geht im wald weiter bis carona. am ortsende führt der wanderweg direkt durch den botanischen garten, der toll angelegt ist. von der jahreszeit bin ich noch zu früh, es blühen nur die magnolien. da ich noch einen zweiten gipfel einsammeln will, wandere ich auf einem verwilderten weg zum cima pescia. das war etwas für die katz, denn der hügel bietet keine aussicht an. von nun an geht es nur mehr bergabwärts. bei der alpe vicania hat man ein tollen blick auf die südspitze des luganersee, das endet befindet sich schon in italien. es folgt der interessanteste teil der wanderung. entlang eines maschendrahtzauns geht es zum grossteil auf einem betonierten weg mit stufen bis nach morcote. der weg endet dann direkt im dorf, am see. sehr eindrücklich, wie der ort am hang klebt und sich die steilen wege und treppen durch das dorf schlängeln. da mir der postbus vor der nase wegfährt, fahre ich mit dem schiff bis nach melide. auf dem schiff ist es windstill, obwohl in bellinzona schon der nordföhn bläst. mit dem zug gehts dann zurück nach züri. oh schreck, im urnerland ist es schon am schneeregnen. der winter ist zurück.