ofenloch
der nächste ausflug führte mich zur schwägalp, mit anfahrt via urnäsch durch das schöne appenzellerland. ich wollte es nicht den kühnen bergsteiger gleich tun und schon auf den säntis steigen, sondern mich interessierte das ofenloch in der nähe mehr. der weg auf den säntis ist tief verschneit. übrigens, die seilbahn verkehrt nur mehr bis 1.5. dann steht sie für mindestens ein halbes jahr still.
von der talstation der säntisbahn gehts via schwägalp pass durch den wald und auf forststrassen bis zum ursprung der necker. urplötzlich endet die forststrasse und eine wandertafel zeigt den bergwanderweg (T3) an. dichtes laub und erste lawinenreste liegen auf dem weg. der schnee ist weich und es hat schon einige spuren, so dass das queren unproblematisch ist. es kommt eine kurze stelle mit seil, wozu? ich stehe im tobel, das noch gut mit schnee gefüllt ist. es geht durch die schlucht, die ähnlich abenteuerlich ist, wie jene bei gänsbrunnen. der abschnitt hätte etwas länger sein können und so komme ich rasch bei der alp neuwald an. es folgt ein kurzer abstieg und nun stehe ich im ofenloch. das vorgängige tobel war das vorspiel, es folgt nun die kür. die necker stürzt rasch steil in die tiefe und die felswände ragen steil links und rechts auf. der weg schlängelt sich entlang eines felsbandes. die wenigen schneefelder liegen an unkritischen stellen. es geht sogar hinter einem kleinen wasserfall vorbei. bei der alp ellbogen raste ich, bevor ein knackiger aufstieg zum hinderfallenchopf (fast nur forststrasse) folgt. die aussicht vom gipfel ist grandios. nach einer kurzen pause geht es weiter auf die gössigenhöchi. es weht ein unangenehmer wind und ich entscheide mich gegen eine gipfelrast und steige von da an, ab. ich wähle den direkten weg zur haltestelle krummenau. am waldesrand wachsen knabenkraut, flockenblumen und die maiglöckchen. mit der sob gehts dann wieder richtung züri.