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sardonahütte

am pfingstsonntag sollte das regenwetter enden, aber beim aussteigen vom postauto in weisstannen (1003m) hats dann doch wieder genieselt. ich habe mich davon nicht irritieren lassen und bin entlang des gufelbaches aufgestiegen. die forststrasse endet kurz vor den drei wasserfällen, bekannt unter der wasserfall arena batöni. das schauspiel blieb mir wegen des nebels verborgen. es folgte ein steiler aufstieg zur alp valtüsch. in den stauden entdecke ich ein reh mit ihrem kitz und bei der alp weideten zwei gämsen. nach 2 stunden gehzeit lege ich eine kurze rast ein. genau richtig, denn der weg bis zum heidelpass (2387m) ist teilweise sehr steil. beim schlussanstieg sind (gras)matten abgerutscht und haben den weg leicht verlegt. der weg im durchgang ist gut und das schneefeld ist gut überquerbar. so stehe ich nach 3 stunden auf dem pass. eigentlich wäre geplant gewesen richtung heubützlipass weiterzugehen, aber ein kurzes schneefeld lässt den plan platzen. ich sehe keine spuren im schnee und daher entscheide mich, sicherheitshalber, abzusteigen und dann via alp platta und alp sardona weiterzugehen. zum glück ist der erneute aufstieg zur hütte weniger anstregend (wie gedacht), so dass ich dann doch um 16.30 uhr bei der hütte ankomme. der grossteil der anderen wanderer haben das schneefeld, dass ich gemieden habe, queren können bzw. sind es umgangen. der abend endet bei einer runde tichu mit urs.

am nächsten morgen steige ich relativ früh schon vor der hütte ab. urs und co steigen noch auf und wollen nach elm. das hätte ich auch geplant gehabt, aber die 2000 höhenmeter abstieg möchte ich mir heute schenken. zwei bergsteiger gehen auf den piz sardona, ausgerüstet mit pickel und steigeisen.
der abstieg nach st. martin verläuft kurzweilig, einige murmeltiere begrüssen mich. der weiler st. martin ist ein altes walserdorf. ein kleines idyll. ich komme gut voran, sodass ich das postauto am vormittag noch erwische.

 

tourdaten
gehzeit weisstannen - sardonahütte, mindestens 7 stunden
strecke: ca. 20km
höhenmeter: 2000, nur aufstieg