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greina

the very best of switzerland, numero uno

mehrtageswanderung (8.-15.9.2020) durch die greina nach safiental via vals

vorbild war uns der routenvorschlag von greina alta trekking mit zusatzübernachtung in der terrihütte. dass wir auf die terrihütte kamen und dort übernachteten, habe ich annelies, barbara und nadia zu verdanken. mercy vielmal!!!

die begegnung auf der terrihütte war, dem zufall geschuldet, überaus unterhaltsam. danke peter aus basel!

etappe 1, medelserhütte

am ersten tag (dienstag) sind wir mit dem zug von zürich via chur und der rheinschlucht nach disentis angereist. nach einer kurzen busfahrt sind wir dann in curalgia, an der passstrasse zum lukmanier, angekommen.

streckenangaben
curalgia - medelserhütte 2524m
1200hm, 3.5h, T2

einfache wanderung durch ein langgezogenes tal zur alp sura (1982m). auf dem weg dorthin haben wir die ersten heidelbeeren genascht. rund um die alp, auf einer hochebene in einem flussdelta, grasen zih schafe. nach einer bachüberquerung geht es dann steil, über einen wiesenhang und zum schluss durch blocksteinegelände. die medelserhütte liegt auf einem sattel, fuorcla da lavaz, und ermöglicht den blick in zwei täler. wir sind nur wenige gäste auf der hütte und werden vom hüttenteam bestens bekocht.

 

streckenangaben
medelserhütte - arco della greina
aufstieg +500hm, abstieg -700hm, 4h, T4

der weg durch das tal lavaz über den gletscher(rest) und den fuorcla sura da lavaz (2703m) ist blau weiss markiert! je nach ausaperung des gletschers sind steigeisen notwendig. der abstieg bis zum beginn des tal lavaz erfolgt ist unkompliziert. danach geht der weg, der sehr gut markiert ist, durch ein labyrinth aus felsen und blocksteinen bis knapp unter die gletscherzunge. entsprechend den empfehlung des hüttenteams steigen wir im linken randbereiches des gletscher auf, meistens auf sand oder steinkontakt. erst im oberen teil des gletschers, im flacheren bereich, queren wir von ganz links in die mitte des gletschers und betreten nach kurzem eiskontakt bereits wieder steinigen boden. am pass haben wir zum ersten mal einen ersten blick richtung greinaebene. der abstieg bis zu einem kleinen namenlosen seelein ist steil und mühsam, denn es gilt erneut grosse felsblöcke zu überwinden. am seelein legen wir eine mittagspause ein und freuen uns, dass wir den anspruchsvollsten teil der heutigen tour geschafft haben. durch goldgelbes gras erreichen wir den arco della greina, am westlichen ende des hochplateaus. 

 

etappe 2, terrihütte mit greina

streckenangaben
arco della greina - terrihütte 2170m
2h, T2

vom arco della greina einfache genusswanderung bis zur terrihütte. ich merke den schweren rucksack und bin froh bald am ziel anzukommen. davor fantastische landschaft genossen, es ist wie in kirgistan. das gras leuchtet goldgelb, murmeltiere pfeifen um die wette, der himmel ist dunkelblau, was für ein wunderbarer platz!

auf der terrihütte treffen wir peter, er sitzt an unserem tisch (corona gerecht mit abstand). es entsteht ein reger und interessanter austausch, es wird ein kurzweiliger abend. der schlag ist nur zu 1/3 gefüllt und die abstandsregeln können gut eingehalten werden. müde und gesättigt mit unglaublichen schönen landschaftseindrücken schlafe ich früh ein.

 

streckenangaben
terrihütte - capanna motterascio 2172m
2 1/2h, T2

wir überqueren die neue hängebrücke am östlichen ende der greina. danach genusswandern auf der greina. den mittag verbringen wir auf einer erhebung in der mitte der hochebene. am frühen nachmittag dann sanfter abstieg zur capanna motterascio.

etappe 3, passo soreda 2759m

streckenangaben
capanna motterascio 2172m - lago di luzzone 1606m - passo soreda 2759m - läntahütte 2090m
aufstieg +1400hm, abstieg -1560hm, 7h, T3+

am morgen bei den ersten sonnenstrahlen abstieg, auf einem gut ausgebauten weg, zum lago di luzzone. die ersten meter des aufstiegs sind kurz und giftig, danach geht es über die alp scaradra di sotto bis zu einer steilstufe. der weg ist schön hergerichtet, aber steil. auf dem plateau angekommen strahlt uns die sonne an. zwei schäfer sind mit ihren hunden im gelände unterwegs. wir machen eine kurze rast, um uns für den sehr steilen aufstieg bis zum passo soreda zu stärken. der weg führt über einen grashang bis zum fuss einer felswand. die letztten höhenmeter folgen in einem fels/geröllfeld bis zum pass. teilweise sind ketten vorhanden. ich bin froh, dieses steilstück erfolgreich durchgestiegen zu haben. beim ersten seelein unterhalb des passes legen wir die verdiente mittagspause ein. der abstieg wechselt zwischen wiesen mit goldgelben gras und geröll. der weg ist teilweise steil, aber stets gut hergerichtet bzw. ausgebaut mit felsplatten. im talboden angekommen, spazieren wir erleichtert und müde zur läntahütte.

der hüttenwirt tischt uns ein leckeres abendessen auf! eine schöne hütte, mit bewegter geschichte. steinschlag und zerstörung teile der hütte im letzten jahr.

 

etappe 4, läntahütte

streckenangaben
läntahütte 2090m - furggeltipass 2712m - zervreilastausee 1862m
aufstieg +840hm, abstieg -980m, 5h, T3

am morgen aufstieg zum furggeltipass, ein steiler weg auf einem grashang. immer wieder tolles panorama zur läntahütte und dem läntagletscher mit dem rheinwaldhorn. zwischendurch, wie so oft, ein plateau. wir geniessen die traumhafte landschaft, die ruhe und die intensiven herbstfarben. welche ein genuss! die letzten meter sind unkritisch und wir erreichen den übergang und sehen zum ersten mal den zervreilastausee. fast am ziel angekommen, schwingt wehmut mit. wir müssen die natur hinter uns lassen und tauchen wieder in die hektik der zeit ein.

ad coronavirus (CoViD-19)
wir haben uns auf der wanderung stets sicher gefühlt. alle hütten haben massnahmen umgesetzt, insbesondere distanz halten bei den tischen und reduziertes bettenangebot.

3 seen wanderung, vals

erkundungstour durch vals und 3 seen (selvasee - ampervreilsee - guraletschsee) wanderung

vals - safiental

mit freude sind wir ins safiental gewandert, auch mit der erwartung die eine oder andere kunstinstallation von art safiental "analog - digital" zu sehen. knapp nach der alp tomül erweiterte sich der wanderweg zur forststrasse. nach wenigen metern fand dann noch eine kleine baustelle statt und dann kam uns kurz vor dem pass noch ein auto entgegen. von allen passüberschreitungen war diese, die mit abstand, langweiligste.

beim berggasthaus turrahus zuhinterst im safiental endet die mehrtagestour für heuer.

vielleicht geht es bald weiter richtung andeer....