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ossolatal

zum zweiten mal bin ich mit dem ASVZ auf eine mehrtageswanderung aufgebrochen, als gast. in iselle, direkt nach dem simplontunnel, traf sich die gruppe. mit dem schienenersatzverkehr ging es weiter nach domodossola. die begrüssung im piemont viel übel aus, smog und der geschmack nach etwas verbrannten, viel allen sofort auf. ein grosser waldbrand in der nähe, der bereits seit tagen wütete, verursachte die emissionen. mit dem bus fuhren wir weiter in ein seitental - durch einen kehrschleifentunnel - bis fondovalle (schtafuwald). bei gefühlten 30 grad ging es durch den wald bis zur alpe salecchio, einem walserdorf. wir quartierten uns im rifugio zum gora ein. ein toller platz und mit leckerem essen. die lamas und alpakas wären zwar für das trekking zu haben gewesen, aber nicht für unsere tour.

am nächsten tag teilte sich die gruppe und ich stieg mit der kleineren gruppe zum passo del muretto (2347m). der smog hing tief und sorgte für eine beklemmende stimmung, fast wie im herbst. es ging über einen kleinen kamm weiter bis zum bocchetta di scarpia (2248m). das terrain änderte sich etwas, mehr grün und weniger felsig. bei einem kleinen bach erfrischten wir uns, bevor wir unsere unterkunft auf der alpe devero erreichten. unser abendessen bestand unteranderem aus überbackener polenta.

am morgen des dritten tages hatte sich die sicht deutlich verbessert. so konnten wir zum ersten mal das panorama geniessen. auf dem weg zur hochebene oberhalb des ortes, zog ein hirte mit mehreren herdenschutzhunden und einigen hundert schafen und ziegen im gelände umher. vom scatta d`orogna (2462m) hatten wir einen schönen blick zur gestrigen etappe. ein kurzer abstieg, mit kette gesichert, und wir standen auf dem passo di valtendra (2433m). am wegesrand habe ich zwei edelweiss gesehen. die wolken zogen immer weiter zu und wie es sein sollte, in der steilstufe im abstieg, regnete es uns ein. zum ersten mal setze ich als regenschutz einen knirps ein und es funktionierte perfekt. eine kleine gruppe spaltete sich noch und stieg zum lago blanco auf, die meisten stiegen allerdings zur unterkunft (albergo lepontino) auf der alpe veglia ab. ein reiches kuchenbuffet erwartete uns und mit genuss verspeisten wir die mehlspeisen.

am letzten tag der tour, am sonntag, ging es entlang eines höhenweges ins skigebiet von san domenico. der weg dorthin ist schön angelegt und ermöglicht viele tolle ausblicke. der weg dürfte sehr beliebt sein, denn uns begegneten eine heerschar von wanderern. bereits wenige meter nach dem skigebiet genossen wir wieder die ruhe und einsamkeit. es folgte ein abstieg über mehr als 1200m bis varzo. der weg verlief meistens im wald und so war uns schutz vor der hitze gegönnt. bei der dorfbeiz endete die wanderung.

eine beeindruckende landschaft, sehr nah an der schweiz, die noch weiter entdeckt werden kann. durch die erfahrungen unserers guides stephan konnten wir aus dem vollen schöpfen und sowohl wandermässig als auch kulinarisch die tage geniessen.