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lischanahütte mit uinaschlucht

wer nicht wochen oder monate im voraus eine hütte bucht, hat schon verloren, zumindest an den wochenenden im sommer ist das längst der fall. der SAC diskutiert endlich, dass es stornogebühren und eine rechnung bei no show gibt.

zum glück hat die chamonna lischana noch ausreichend platz und das am ersten geöffneten wochenende. wir reisen am samstag nach scuol an, deponieren ein paar sachen im hotel üja und um 12 uhr gehts los. es wird eine schweisstreibende wanderung, die abwechslungsreich ist. unverhofft sehen wir sogar noch frauenschuhe! der weg ist toll angelegt und eine wahre freude.

der aufenthalt auf der hütte ist kurzweilig, es sind auffallend viele junge menschen unterwegs. ein jäger aus dem tal lässt uns durch sein fernrohr schauen, er hat gämsen und eine steingeiss ausgemacht. zum znacht gibt es leckeres pizzoccheri con verdura.

am nächsten tag gehts um 8 uhr los. selbst auf 2500m kann um diese zeit schon mit dem t-shirt gestartet werden. die fuorcla da rims (2935m) erlaubt einen grandiosen blick in die alpen, piz linard (3410), piz buin (3312), die ötztaler, weisskugel (3738), ortler (3905) und natürlich der piz bernina (4048).

über wenige und ungefährliche schneefelder gehts zu den lais da rims. in einem kleineren seelein erfrischen wir uns, was für ein feeling! es geht durch das karstgebiet und später über wiesen bis zum bach im talgrund. was für eine tolle landschaft und fast keine menschen unterwegs - ein traum.

es folgt der weg durch die uina schlucht. am ausgang des felsganges gibt es eine böse überraschung. ein unwetter hat gestern wieder einmal gewütet und teile des wanderweges weggerissen. wir steigen kurz ab und queren das tobel, andere steigen entlang der felswand ab. für mtb fahrer ist das nun ein unüberwindbares hindernis. die holzbrücke ist verschoben und hängt im bach. im wald haben zig bächlein massive schotterrinnen gebildet. zufrieden erreichen wir die alp dadaint uina und stärken uns, bevor es auf der forststrasse nach sur en geht. vom älpler erfahren wir, dass der weg durch die schlucht schon gesperrt wurde. am talausgang werden wir zig verbotsschilder vorfinden. die uina schlucht bleibt bis mindestens 10. juli gesperrt.

von scuol nach s-charl

mit dem zug, nach der arbeit am freitag, nach scuol gefahren. die hotelmannschaft (hotel gabriel) hat uns das frühstück dankenswerterweise schon vorbereitet, sodass wir am samstag früher starten konnten.

start für die wanderung war in sur en. die ersten kilometer auf der forststrasse ziehen sich. nach zwei stunden erreichen wir die alp uina dadaint. wir stärken uns und schauen zur scheinbar unüberwindbaren schlucht. der in den felsen reingeschlagene weg lässt sich bereits erkennen. nach einer kurzen strecke im wald steigt der wanderweg nun steil im felsen auf. zu fuss ist das kein problem, aber mit einem e-bike im schlepptau ist das sicherlich streng. der weg in der felswand ist eindrücklich und bestens versichert. die über 1km lange strecke endet auf einer grossen alp fläche., auf deren scheitelpunkt die staatsgrenze zu italien liegt. nach einem kurzen abstieg taucht die capanna sesvenna auf. endlich, es gibt knödel! beim aufstieg zum pass sesvanna (2824m) fliegen zwei junge bartgeier in unmittelbarer nähe an uns vorbei. was für ein glück! in der ferne lassen sich die weisskugel (3738m) und der ortler (3905m) erspähen. von nun an geht es nur mehr bergabwärts, anfänglich steil und dann entlang der sesvenna nach s-charl. müde aber sehr zufrieden erreichen wir am abend unsere unterkunft in s-charl.

von s-charl nach lü

nach einem feinen frühstück geht es gemütlich der forststrasse entlang bis zur alp astras. hier gibt es den ältesten arvenbestand der schweiz. teilweise sind die bäume bis zu 700 jahre alt. von der alp geht es in einer tollen landschaft bis zum pass da costainas (2251m). der abstieg nach lü erfolgt entlang der forststrasse. in lü gehts noch kurz zum hirschen bevor uns das postauto nach zernez bringt.