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segnespass, 2627m

bevor das grossereignis esaf (eidgenössisches schwing- und älplerfest) in mollis stattfindet und das tal für zwei tage nicht passierbar ist, fahre ich früh morgens nach elm. es ist frisch, es hat keine 10 grad im talboden. ich entscheide mich gegen das seilbähnli tschinglen und werde mit einem tollen wanderweg mit blick in eine schlucht belohnt. kurz vor 9 uhr erreiche ich die tschinglen wirtschaft, ich stärke mich bevor es gut zwei stunden ständig steil zum segnespass raufgeht. das martinsloch zeigt sich fast die ganze zeit. die letzten rund 150m höhenmeter haben es in sich. am grat hängt die mountain lodge, eine urige hütte. dort treffe ich ursi, die ich vor zwei wochen auf der tour zu den jöriseen getroffen habe. sie berichtet mir von der besteigung des piz linard mit überschätzung anderer bergsteiger. die einheimischen in der hütte informieren mich, dass seit dem bergsturz 2024 oberhalb vom martinsloch, dieses nicht mehr durchstiegen werden kann. die akute steinschlaggefahr verhindert das unterfangen. in der hütte wars gemütlich warm und kurz nach 12 uhr hat es auf 2627m gerade einmal 5 grad, da kommt mir ein wanderer mit kurzen hosen, t-shirt und barfuss laufend entgegen. verrückt!

nach den ersten steilen metern folgt eine stahltreppe. sie entschärft die steilste stelle im abstieg, danach führt ein schöner wanderweg bis ins skigebiet.

ich schaue zum martinsloch hoch, es ist rund 22m hoch und rund 19 breit. zwei mal im jahr scheint die sonne durch martinsloch und strahlt auf die kirchturmspitze in elm. eine grandiose naturkulisse.

nicht zu vergessen, der kamm und das martinsloch sind das highlight des weltkulturerbe sardona. nirgends kommt man der glarner hauptüberschiebung näher.

auf dem plateau stehen zwei steinpyramiden, als gedenkstätte für die passagiere und flugzeugmannschaft, die beim absturz 2018 der tante ju gestorben sind. mit diesem schweren flugzeugabsturz endete die fliegerei mit den historischen flugzeugen. ich habe die tante ju oft an den wochenende rund um den grossen mythen fliegen gesehen.

die anzahl an wandern nimmt stetig zu. rund um die segnesebene sind die massen unterwegs. ich schaue, dass ich schnell aus dem skigebiet komme und steige am weg des wassers ab. unzählige brücken führen über die schlucht der flem und ermöglichen tolle blicke zum reissenden wasser. der weg zieht sich und am späten nachmittag erreiche ich flims.